• Im Allgemeinen sind archäologische Daten durch eine Vielzahl an Datentypen und Dateiformaten geprägt, die unterschiedliche Inhalte speichern. Hier spannt sich der Bogen etwa von Texten und tabellarisch erfassten quantitativen Daten über Objektfotografien bis hin zu Vektorgrafiken sowie den immer beliebteren 3D-Modellen. Diese ausgeprägte Diversität ist der Anwendung verschiedener Methoden und der Umsetzung vielfältiger Ansätze in der archäologischen Forschung geschuldet. So generieren archäologische Surveys (Oberfächenfundaufsammlungen) andere Daten als Ausgrabungen, luftbildarchäologische Maßnahmen oder geophysikalische Prospektionen. Je nach Projekt kommen zudem noch zahlreiche nachträglich digitalisierte, d.h. ursprünglich analog angefertigte Ressourcen hinzu, die ihrerseits abermals sehr heterogene Informationen abbilden können. Die Herausforderung in der Langzeitarchivierung dieser inhomogenen Datensätze liegt unter anderem im Vorhandensein eines Repositoriums, das die verschiedenen Datentypen effektiv aufnehmen und zudem innerhalb des Ar-chivs sinnvoll in Beziehung zueinander setzen kann. Diese Voraussetzungen sind im System PHAIDRA der Universität Wien gegeben, weswegen es dadurch möglich ist, komplexe archäologische Datensätze dort nachhaltig verfügbar zu machen.