• Ethnische Identität und die Meistererzählung von der Wanderung. Probleme der Frühgeschichte in Geschichtswissenschaft und Archäologie

    Author(s):
    Roland Steinacher (see profile)
    Date:
    2015
    Group(s):
    Roman archaeology, Roman Frontier Studies, Roman Provincial Archaeology
    Subject(s):
    Romance cultures, Barbarians, Roman army, Roman Empire, Roman, Historiography
    Item Type:
    Book chapter
    Permanent URL:
    http://dx.doi.org/10.17613/19t8-0x60
    Abstract:
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ethnonyme über einen sehr langen Zeitraum in Gebrauch sein konnten. Im Falle der Veneder verschob sich die Bedeutung. Sie galt nicht mehr nur für eine bestimmte Gruppe, sondern bezog sich auf die Gesamtheit der Fremden, die im Wahrnehmungsbereich der eigenen Sprachgemeinschaft lagen. So wie man den Namen Walhoz zuerst wohl für keltische Gruppen anwandte, um ihn dann auf die Romanen zu übertragen, muss auch der Venetername für slawische und auch baltische Stämme gebraucht worden sein. Der in der slawischen Überlieferung niemals vorkommende Venedername wurde von Jordanes erst im 6. Jahrhundert auf die Slawen angewandt. Ob Jordanes gotischen Sprachgebrauch wiedergab oder konstruierte, ist nicht mit letzter Sicherheit zu sagen.
    Metadata:
    Published as:
    Book chapter    
    Status:
    Published
    Last Updated:
    4 months ago
    License:
    All Rights Reserved
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